Lavendel gegen Motten

Lavendel gehört in Deutschland zu einem der beliebtesten Pflanzen für den Garten. Neben dem wohlriechenden Duft ist es außerdem die satte Lila Farbe, die vielen Hobby Gärtnern gefällt. Aber Lavendel soll  auch noch einen weiteren Vorteil haben: Es soll ungeliebtes Ungeziffer vertreiben können. Viele Hausfrauen/Männer schwören auf die abschreckende Wirkung von Lavendel gegen Motten. Aber ist da wirklich was dran oder gehört diese Theorie in die Welt der Fabeln? Wir klären auf….

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Warum lieben Motten den Kleiderschrank?

Motten sind sehr klein aber trotz ihrer Größe können sie beachtliche Schäden anrichten. Die Lieblings-Temperatur dieser Tiere liegt zwischen 23-25 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Da die meißten Kleiderschränke geschlossen  stehen und nicht bewegt werden, liegt hier das erste Problem. Der Kleiderschrank bietet die optimale Lebensumgebung für die kleinen Tierchen. Erst bei Temperaturen zwischen unter 15 Grad bzw. über 31 Grad, würden sich Motten unwohl fühlen und sie würden sich auf Dauer ein neues Quartier suchen. Eingang erhalte die Insekten zumeist über sehr alte Kleidungsstücke die man erworben hat oder klassischerweise über ein offenes Fenster. Dabei sind nicht die ausgewachsenen Motten das Problem, sondern der schlüpfende Nachwuchs. Die „erwachsenen“ Motten sterben  einige Tage nach dem Sie ihre Eier gelegt haben. Sie vermehren sich aber so rasant, dass kurzfristig der ganze Schrank „befallen“ sein kann.

Lavendel im Kleiderschrank

Lavendel im Kleiderschrank

Eine Motte kann in ca. 4 Wochen 100-250 Eier legen. Meistens werden die Motteneier direkt die Kleidungsstücke gelegt, da das Ei damit praktischerweise direkt „in“ der Nahrung liegt. Die bekannten „Mottenlöcher“ in Pollovern kommen in den meisten Fällen nicht von der ausgewachsenen Motte sondern werden vielmehr von der Larve als Nahrungsquelle wahrgenommen. Aus den Eiern schlüpfen nach einigen Woche kleine Raupen die sich vornehmlich von Tierhaaren ernähren. Tierhaare enthalten Keratin welches die Raupen zum Wachstum benötigen. Künstlich hergestellte Stoffe sind für die Raupen nicht verdaulich und werden von einem Mottenbefall verschont. Dagegen sind beispielsweise ein Pullover aus Schaafswolle, ein T-Shirt aus Seide oder eine Pelzjacke ein gefundenes Fressen für das kleine Ungeziefer. Man erkennt die Löcher der Motten deutlich durch die unregelmäßige Form und die unterschiedliche Größe des Befalls.

Zusammengefasst heißt das: Idealer Lebensraum aufgrund der perfekten Temperaturen und der schier unendlichen Nahrung

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Lavendel gegen Motten – was steckt dahinter?

Es existieren unterschiedliche chemische Lösungen, um die kleinen Tierchen zu vertreiben. Wir sind allerdings der Ansicht, das Chemie nicht das Allheilmittel gegen alle Probleme sein kann. Außerdem haben auch die chemischen Produkte Nebenwirkungen die nicht zu vernachlässigen sind: Viele Menschen klagen beispielsweise über Kopfschmerzen oder allgemeines „Unwohlsein„.

Deswegen bevorzugen wir natürliche Mittel gegen Motten: So besteht Lavendel aus den unterschiedlichsten ätherischen Ölen und Duftstoffen.Besonders das im Lavendel enthaltetene Linalool führt zu einer abschreckenden Wirkung unterschiedlicher Insektenarten und kann die Motten sehr schnell vertreiben. Wichtig dabei zu wissen, dass man nur „guten“ und getrockneten Lavendel nutzen sollte, da dieser die stärkste Wirkung auf Motten hat. Der am besten geeignete Lavendel gegen Motten ist der Schopf, Speik und Wollavendel. Eine ideale Mischung erhält man wenn alle drei Sorten in dem Duftsäckchen vertreten sind.

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Dass Lavendel gegen Motten hilft ist bekannt. Auch Lavendelsäckchen sind ein gutes Mittel gegen den Motten Befall

Lavendelsäckchen gegen motten

Einfach Lavendelsäckchen in den Schrank hängen und abwarten  – Schon nach kurzer Zeit wird man merken, dass keine „neue“ Motten mehr hinzukommen werden. Ein weiterer sehr guter Tipp ist es, ein zwei Tropfen des Lavendelöls in der Waschmaschine zu verwenden: Durch das Waschen werden nicht nur die Larven aus der Kleidung entfernt sondern durch das Öl vielmehr auch durch einen erneuten Mottenbefall geschützt (Auf die Dosierung achten). Ein weiterer Vorteil ist, dass der Lavendelduft allgemein sehr beliebt ist und somit die Kleidung auch nach dem lieblichen Duft riecht.

Fazit – der Alleskönner?

Wir können festhalten: Ja es lohnt sich Lavendel gegen Motten einzusetzen. Insbesondere die Lavendelsäckchen sind ein effektives Mittel ums ich von einem erneuten Motte-Befall zu schützen. Man sollte bei der Wahl des Duftbeutels nicht nur den Preis im Auge haben, sondern darauf achten, dass der richtige Lavendel verarbeitet wurde und nur (!!) natürliche Stoffe verwendet worden sind. Wenn das alles beachtet wird, darf man sich bald auf einen „Mottenfreien“ Kleiderschrank freuen.

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